Kauf und Aufzucht eines Welpen

Bevor man sich einen Hund zulegt, sollte man sich darüber im Klaren sein , daß man, solange das Tier lebt, für es verantwortlich ist. Man muß jeden Tag einen Teil seiner Freizeit dem Tier zuwenden. Vor allen Dingen braucht der Hund seinen täglichen Auslauf. Es wäre von Vorteil, wenn der Hund teils im Zwinger und teils in der Wohnung gehalten wird, damit er widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse ist. Dies bedeutet, dass der Hund nur ein paar Stunden in den Zwinger soll. Der Welpe muss sich dann an diesen gewöhnen. Dadurch kommt es vor, dass dieser anfängt zu Heulen. Damit es dann mit den Nachbarn keinen Streit gibt, kann man vor dem Kauf ein Gespräch darüber führen. Im allgemeinen haben die Nachbarn Verständnis dafür. Bevor es zum Kauf eines Hundes kommt, sollten auch alle Angehörigen der Familie damit einverstanden sein, damit es später nicht zu Streitigkeiten kommt, oder das Tier ins Tierheim wandert. Wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen, bitte vorher mit Ihrem Vermieter Rücksprache halten, ob er einen Hund duldet. Im darauf folgenden Hundeleben fallen auch öfters Kosten an, wie Tierarzt, Impfung, Entwurmung, und je nachdem auch mal zerstörtes Inventar an .Vor allem braucht er tägliches Futter und frisches Wasser. Wenn diese Punkte keine Hindernisse sind, steht dem Hundekauf nichts mehr im Wege. Sie sollten sich vorher auch über Rasse und Verwendung (Zuchthund, Wachhund, Familienhund oder Kamerad u.s.w.) Gedanken machen. Ist die Entscheidung gefallen, ist es sinnvoll, nicht beim erstbesten Züchter einen Hund zu kaufen. Durch große Nachfrage bei manchen Rassen gibt es häufig unseriöse Züchter, die mit gefälschten Papieren und Impfpässen Hunde sehr billig anbieten. Wenn Sie sich einen solchen Hund anschaffen, kann es vorkommen, daß sie viel Geld an Tierarztkosten investieren müssen, oder das Tier sogar stirbt. Hier stellt sich oft die Frage: "Wie erkennt man einen guten Züchter?". Hier einige Punkte:

1. Er muß Ihnen alle Rassemerkmale sowie das Verhalten der Hunderasse, die er züchtet, sofort beantworten können.
2. Er sollte alle Fachausdrücke, wie HD, Kruppe, Stop usw. , erläutern können
3. Er sollte pro Hündin nur 1 mal jährlich Nachwuchs haben. (Fragen, wann der letzte Wurf war.)
4. Der Verein, über den er züchtet, sollte einen Zuchtwart nachweisen können.
5. Die Papiere müssen vom Züchter eigenhändig unterschrieben sein. (Er haftet für die Richtigkeit der Papiere)
6. Die Verpaarung sollte nur HD-Frei bis HD-Normal sein. (Steht auf den Papieren)
7. Ein Elternteil sollte immer vorzeigbar sein.
8. Ein guter Züchter läßt erst ab der 6-7 Woche seine Welpen von fremden Personen anfassen, dann sind sie geimpft und haben einen entsprechenden Impfschutz aufgebaut. Damit werden Infektionen im Zwinger vermieden.
9. Wenn Sie unangemeldet kommen, sollte der Züchter I hnen Eintritt gewähren, und Ihnen die Welpen zeigen.
10. Ein gut vorbereiteter Kaufvertrag mit evtl. Rückkaufrecht und Besucherlaubnis.
11. Nach dem Welpenkauf wird ein guter Züchter ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dies sind die wichtigsten Punkte, woran man einen guten Züchter erkennt. Es gibt allerdings nicht nur Unterschiede bei Züchtern, sondern auch bei den Welpen selbst kann man eine gute oder schlechte Pflege erkennen.

Folgende Punkte sollte man bei einem Welpen der Weißen Schäferhunderasse beachten:

1. Wie bei allen Welpen, sollte man darauf achten, daß sie offen und menschenbezogen sind.
2. Der Welpe darf keinen aufgeblähten Bauch haben. (Wurmbefall)
3. Er darf auch keinen Durchfall haben.
4. Der Nasenspiegel sollte schwarz sein sowie die Lefzen , Augenringe und Fußballen.
5. Braune Augen: von dunkelbraun bis hellbraun, auf keinen Fall heller.
6. Auf die Krallen achten. Hunde, deren Krallen einen schwarzen Strich haben, oder sogar ganz schwarz sind, sind zu bevorzugen.
7. Gutes Pigment in den Ohren und am Bauch sind ebenfalls bevorzugt.
8. Tätowierung im Ohr oder Leistengegend. (Es gibt auch Hunde mit einem Chip zur Identifizierung.)
9. Auf die Größenverpaarung der Eltern achten und deren HD.
10. Impfpaß muß vorhanden sein mit der 1. Schutzimpfung.
11. Beim Rüden Hoden kontrollieren, ob beide vorhanden sind.
12. Auf starken Über- oder Hinterbiß achten.

Weiterhin sollte ein Welpe nach dem Kauf in den ersten 2 Tagen tierärztlich untersucht werden. Außerdem kann kein Züchter der Welt garantieren, daß der Nasenspiegel schwarz bleibt. Es ist schon vorgekommen, daß Weiße Schäferhunde erst nach dem zweiten Jahr oder später eine Wechselnase bekamen. Auch eine Langstockhaar-Garantie gibt es nicht. Wie oben in dem Beispiel mit der Nase, ist es auch schon vorgekommen, daß ein Langstockhaar-Hund nach dem zweiten Fellwechsel plötzlich nur noch ein Stockhaar-Hund war.


Ist die Erziehung eines Welpen

Die Erziehung eines Hundes ist ein schwieriges Thema. Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen darüber. Wenn Sie Probleme bei der Erziehung ihres Hundes haben, helfe ich gerne weiter. Schreiben Sie mir eine E-Mail.